Montag, 11. Februar 2013

#1 Ralph Dohrmann „Kronhardt“


Vorstellung der Nominierten für den Publikumspreis der Leipziger Buchmesse


(Copyright: Ullstein Verlag)

Der Autor:
Ralph Dohrmann wurde im Jahr 1963 in Bederkesa geboren und wuchs in Bremen auf. Im Jahr 1998 veröffentliche er einen ersten Band von Erzählungen unter dem Titel Perros/Hunde. Erzählungen aus Mexiko und einer unglaublichen Wirklichkeit. Für die Arbeit an dem Roman Kronhardt erhielt er ein Stipendium des Deutschen Literaturfonds e.V.

(Copyright: Gerald von Foris)
Der Roman
Der 892-Seiten-starke Roman Kronhardt erschien erstmals am 23.August 2012. Die Handlung dreht sich um Willem, dem einzigen Kind einer Maschinenstickerei-Firmenerbin. Willem sucht seine Freiheit vor allem außerhalb der familiären Firma, nämlich in der Begegnung mit Natur und Menschen. Er sucht nach seinem Platz in der Welt und nach den dunklen Geheimnissen seiner Familie gleichermaßen. So nimmt der Roman den Leser mit auf die Reise durch sechzig Jahre Leben in der Bundesrepublik Deutschland, aber auch durch das Leben des Willem. Dieser Roman stellt damit zugleich eine persönliche wie auch eine gesellschaftliche Entwicklungsgeschichte vor, die ein Deutschland der Nachkriegszeit ebenso gut ausleuchten kann, wie ein Deutschland zur Zeit der Wirtschaftswunder bis hin zur Moderne. Im Zentrum des Erzählten steht aber immer die Suche des Menschen nach sich selbst. Der Roman Kronhardt regt zum Nachdenken an über die Widersprüche der Persönlichkeitsausbildung in der modernen Gesellschaft.

Zitat aus dem Roman
"So stiegen sie den Grubenrand hoch, und hinter ihnen das Gebell wurde leiser. Bald sahen die Jungs eine Libelle; die mathematische Anmut ihrer Geraden, und sie spürten diesen Augenblick in sich, diesen Blick, wenn man frei ist."

Stimmen der Presse
"Eine literarische Meisterleistung."
(NDR1, Norbert Bourgeon, 21.08.2012)
"...all das beschreibt Dohrmann in einzigartiger und bildmächtiger Sprache."
(Nordwest Zeitung, Thorsten Kuchta, 27.08.2012)
"Die Sicherheit, mit der Dohrmann auf über 900 Seiten seine Spannungsbögen schlägt, ist erstaunlich."
(Buchjournal, Ulrich Baron, 01.08.2012)
"Wie die Buddenbrooks, nur mit mehr Sex und literarischem Wagemut."
(Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Britta Heidemann, 09.10.2012)
"Kompliment an das Lektorat, das offenbar auf das übliche Zurechtstutzen eines ambitionierten Debüts verzichtet hat."
(Frankfurter Allgemeine Zeitung, Friedmar Apel, 10.11.2012)
"'Kronhardt' gehört zu den außergewöhnlichsten und aufregendsten Veröffentlichungen des Jahres."
(Die Rheinpfalz, Frank Pommer, 28.12.2012)


Morgen folgt die Vorstellung von Lisa Kränzler und ihrem Roman Nachhinein.

Kommentare:

  1. klingt interessant, aber ich lese trotzdem lieber lauren conrad oder sex and the city bücher glaub ich ;-)

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    1. Na es hat eben jeder sein Lieblingsgenre bzw. seine(n) Lieblingsautor(in)... vielleicht sollte man aber manchmal etwas Neues ausprobieren? ;)

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  2. nicht mein Geschmack, aber die Rezession an sich is echt gut! :)

    LG Mona

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  3. gibt einen guten einblick (:
    mir gefällt das cover auch voll.

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