Donnerstag, 14. März 2013

And the winner is...


Gewinner des Preises der Leipziger Buchmesse 2013 stehen fest

 

(Copyright: dpa)

Zum neunten Mal erwarteten heute Literaturinteressierte die Verkündung der Preisträger inmitten des Messerummels. Schon vorab wurde Anna Weidenholz für ihren Roman Der Winter tut den Fischen gut durch ein Online-Voting zur Siegerin des Publikumspreises erklärt. Sie war klarer Publikumsliebling und bekam 38 Prozent der Stimmen.

In der Kategorie Übersetzung gewann Eva Hesse und ihr Werk Ezra Pound: Die Cantos. Die 88-jährige, die fünfzig Jahre (!) an dieser Übersetzung gearbeitet hatte, war allerdings bei der Preisverleihung nicht anwesend. Zur Begründung heißt es hier:
„Mit der großen zweisprachigen Ausgabe der "Cantos" im Arche-Verlag liegt nun ihr lebenslängliches Work in Progress, ihr großes Übersetzungs-, Vermittlungs- und Erklärungswerk in Sachen Ezra Pound vollständig und gerundet vor. Für diese besondere Leistung, die das Zeug zur Legende besitzt, erhält Eva Hesse den Preis der Leipziger Buchmesse in der Sparte Übersetzung.“

(Copyright: Isolde Ohlbaum)

In der Kategorie Sachbuch/Essayistik wurde Helmut Böttinger mit Die Gruppe 47. Als die deutsche Literatur Geschichte schrieb ausgezeichnet. Er gilt als einer der renommiertesten Literaturkritiker des Landes. In der Begründung heißt es hier:
Nie kapituliert Böttiger vor der Fülle der Anekdoten, um so plastischer treten markante Situationen wie die Kirke-Episode hervor, in der Ingeborg Bachmann 1954 Landser und Avandgardisten am Cap Circeo bei Rom versammelt. In Szenen wie diesen verdichtet sich ein Grundzug dieses vielstimmigen, klug komponierten Buches: Sein Autor erzählt die Geschichte der Neuformierung der Literatur und Erfindung des Literaturbetriebs in Deutschland nach 1945 mit dem Sensorium des Lesers und Kritikers - und mit den Mitteln der Literatur selbst.“

Mit großer Spannung wurde auch in diesem Jahr wieder die Preisverleihung in der Kategorie Belletristik erwartet. Den mit 15.000 € dotierten Preis gewann David Wagner für seinen Roman Leben.  Hier heißt es in der Begründung: 
„Wie hält man sich den Tod vom Leib? David Wagners erfundener Leidensbericht - oder durchlittene Erfindung - stellt diese Frage und führt zugleich eindrucksvoll vor, wie’s geht: mit Witz und Ironie, mit tapferem Trotz und Understatement - und mit Sinn für das Banale, die "kleinen Klinikfreuden", alles, was den Kranken ans Leben bindet, und dazu gehört auch der Speisezettel. Das selbstverständliche Nebeneinander von Leben und Tod, von Leichtsinn und schwerer Not, von Angst und Genuss macht den Krankenhausalltag aus.“

(Copyright: dpa)

Kommentare:

  1. find ich gut, dass es noch Menschen gibt, die sich so für Bücher interessieren! :)
    Liebste Grüße :*
    http://with-every-smile.blogspot.de/

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  2. Mein Liebster sitzt im Gremium der Europäischen Kinder- und Jugendbuchmesse =) Ich weiß nicht, ob Jugendbücher zu deinen Themen gehören, aber wenn, könnte ich dir einen Kontakt vermitteln =)

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  3. Ich war noch nie auf einer Buchmesse :3
    Aber ich liebe Bücher und hoffe das es bald eine in meiner Nähe gibt.

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  4. Die Buchmesse ist jetzt schon vorbei, richtig, wie gern wäre ich hingegangen!
    Liebst E.

    http://mademoisellereveeveille.wordpress.com/

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