Samstag, 23. März 2013

Autoren im Interview: Brigitte Riebe


Meine Lieben… das erste Autoreninterview ist gerade einmal zwei Wochen her, und schon folgt das nächste. Diesmal stand Brigitte Riebe für sich und ihren Roman Die schöne Philippine Welserin Rede und Antwort. In diesem Interview erfahrt Ihr, woher die Autorin ihre Ideen nimmt, was sie zum Schreiben dieses Romans animierte oder wie sie überhaupt zum Schreiben gekommen ist. Im Anschluss wird es eine Rezension ihres Romans Die schöne Philippine Welserin geben. Ihr dürft also gespannt sein! :)
Los geht`s mit dem ersten Teil des Autoreninterviews mit dem Titel:

Wer ist... Brigitte Riebe


(Foto: Schelke Umbach)

I. Welche Überschrift würde Ihr bisheriges Leben tragen?

Mein Leben ist zu bunt und zu abwechslungsreich, um sich unter eine Überschrift pressen zu lassen. Vielleicht ist es genau das, was mich ausmacht: unbändige Neugierde! Sie war es auch, die mich zur Geschichte geführt hat – in ganz jungen Jahren.  Mit gerade mal 8 kam ich mit meinen Eltern zum ersten Mal nach Schloss Herrn Chiemsee, wo wir eine Schlossführung besuchten. Die Geschichten über den einsamen jungen König haben mich so beschäftigt, berührt, ja, ich würde sogar sagen erschüttert, dass ich gleich nach der Rückkehr anfing, „meine“ Geschichte über Ludwig II. aufzuschreiben. Danach habe ich alles verschlungen, was ich über ihn finden konnte … vielleicht meine 2. Eigenschaft: immer weiterbohren. Sich nicht mit dem zufriedengeben, was als „gesetzt“ gilt.  „Geschichte ist die Lüge, auf die wir uns geeinigt haben“, wie wahr, Monsieur Voltaire!


II. Niemals ohne?

Natürlich Buch! Bin bekennende Leseratte, büchersüchtig, Lesejunky. Lesen ist für mich wie Atmen. Herrlich. Grandios. Das Schönste auf der Welt!!!


III. Warum schreiben Sie und wie sind Sie dazu gekommen?

Ich glaube, ich bin schon als Geschichtenerzählerin geboren worden. Als 5-jährige habe ich den anderen (zum Teil viel größeren) Kindern die Märchenplatten nacherzählt – und sie haben vergessen, zum Mittagessen nach Hause zu gehen. Mit 8 meinen ersten Roman in ein Schulheft geschrieben, mit 9 kleine Theaterstücke verfasst, die dann im Klassenzimmer aufgeführt wurden. Ich habe die Aufsätze im Deutschunterricht geliebt, die Mitarbeit in der Schülerzeitung, auch die Seminararbeiten an der Uni haben mir großen Spaß gemacht. Den ersten richtigen „Kick“ aber bekam ich, während ich meine Doktorarbeit verfasst habe. Das war es, wovon ich immer geträumt hatte – recherchieren, um dann die Ergebnisse in Sprache zu gießen. Diese Liebe zur Wissenschaft ist die Voraussetzung für meine heutige Tätigkeit als Schriftstellerin und hilft mir dabei sehr – wenngleich das „freie“ Schreiben natürlich ganz andere Dinge verlangt, als das akademische. In nunmehr 22 Jahren hatte ich ausreichend Gelegenheit, mich darin zu üben …

Im nächsten Teil des Interviews spricht Brigitte Riebe über ihren aktuellen Roman Die schöne Philippine Welserin.

Kommentare:

  1. Ich finde die Idee mit den Autore-Interviews richtig toll, wollte ich dir nur mal sagen... :-P
    Lieben Gruß,
    Marie

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  2. Gutes Interview =)"Lesen wie Atmen" kenne ich, unsere Wohnung platzt vor bücherregalen =) Ich hab meinem Freund deinen Blog gezeigt und er findet es super und meldet sich demnächst mal bei dir =)

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  3. Ich freue mich, dass euch die Interviews so gut gefallen. :)
    Liebe Grüße an alle Leser...

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