Donnerstag, 18. April 2013

Pulitzer-Preis im Bereich Roman zum 97. Mal verliehen


Vor wenigen Tagen gab die Pulitzer-Journalisten-Schule an der New Yorker Columbia University die Preisträger für den Pulitzer-Preis 2013 bekannt. Dieser Preis gilt als wichtigster Literaturpreis in den USA und geht auf den aus Österreich-Ungarn stammenden Journalisten und Verleger Joseph Pulitzer zurück. In diesem Jahr wird der mit 10.000 US-Dollar dotierte Pulitzer-Preis bereits zum siebenundneunzigsten Mal verliehen und zwar an den Roman Das geraubte Leben des Waisen Jun Do des US-Amerikaners Adam Johnson.

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 Der 1967 in South Dakota geborene Adam Johnson schloss nach einem Journalistikstudium an der Arizona State University ein Schreib-Studium an der Mc Neese State University in Louisiana ab und promovierte im Jahr 2000 an der Florida State University. Er ist Gründer des Stanford Graphic Novel Projects, einem Programm für kreatives Schreiben. Zudem wurde Adam Johnson bereits mehrfach mit Preisen und Stipendien ausgezeichnet, so etwa mit dem California Book Award für seinen erster Roman Parasites Like Us (2003).

Sein neuer Roman Das geraubte Leben des Waisen Jun Do erschien bereits im August 2012 in den USA und stand nach wenigen Tagen in der Bestsellerliste der New York Times. In diesem Roman behandelt Adam Johnson ein schwieriges Thema: den Kommunismus in Nordkorea. Für seine Recherchearbeiten reiste der Autor sogar in das abgeriegelte Land ein und verschaffte sich einen detaillierten Einblick. In einem Interview mit dem Random House Verlag erzählt er über seine Erlebnisse und Erfahrungen in Nordkorea.

Sein  knapp 700-seitiger Roman ist eine Mischung aus Spionage- und Liebesroman und erzählt die Geschichte eines Kindes, welches in einem Waisenhaus in Nordkorea aufwächst. Dargestellt wird, wie der kleine Pak Jun Do nur ein kleines Rädchen im Getriebe des kommunistischen Landes unter der Führung des grausamen Herrschers Kim Jong Il ist. Als er beginnt, an Liebe und Freundschaft zu glauben, beginnt zugleich eine mitreißende Geschichte über Freiheit und Wahrheit. Hier findet ihr eine Leseprobe.

Von Literaturkritikern wurde der Roman, welcher in Deutschland seit dem 11. März 2013 zu kaufen ist, gefeiert.
„Die Raffinesse, das Gespür und die Eindringlichkeit, die in diesem Buch stecken, belegen einmal mehr die Kraft des geschriebenen Wortes.“ (Wall Street Journal)
„Ein kühner und bemerkenswerter Roman.“ (The New York Times)
„Dieser Roman ist die Aufregung um ihn wert. Ein Pageturner.“ (The Washington Post)
„Das macht den Roman zu einem beeindruckenden Hochseilakt. Trotz aller selbstauferlegten Schwierigkeiten erzählt Johnsons Roman eine große, eine hochspannende Geschichte... Das geraubte Leben des Waisen Jun Do ist also sowohl ein beeindruckender als auch ein höchst lesenswerter Roman.“ (Zeit online)
Zu Recht scheint Adam Johnson für den Roman Das geraubte Leben des Waisen Jun Do der Pulitzer Preis zugesprochen worden zu sein. Die offizielle Preisübergabe findet am 30. Mai 2013 in der Columbia Universität statt.

1 Kommentar:

  1. Als ich die Beschreibung las, musste ich an das Buch Frösche von Mo Yan, auch ein Literaturnobelpreisträger, denken :D

    Der Inhalt dieses Buches fesselt mich :/ Der Roman geht überhaupt nicht in meine Richtung :O

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