Sonntag, 16. Juni 2013

Thema des Monats "Deutsche Verlage" I



Teil 1: Vom Manuskript zum fertigen Buch – 

welche Stationen durchläuft ein Buch, bis es fix und fertig im Buchladen landet?


 
© klopp-buecher.de

Nachdem der erste Post zum Thema des Monats im Juni aus zeitlichen Gründen leider ausfallen musste, steigt dieser Post nun voll in das Thema ein: Deutsche Verlage.

Zu Beginn soll es darum gehen, wie so ein Buch überhaupt entsteht. Denn mit dem fertigen Manuskript ist die Arbeit an einem Buch noch lange nicht beendet. Für die Autoren beginnt dann meist die Zeit des Bangens und Hoffens. Das Manuskript, an dem sie Monate oder sogar Jahre gebastelt und gefeilt haben, muss einem Verlag vorgestellt werden in der Hoffnung, dass dieser das Manuskript veröffentlichen möchte. Hierbei hört man von vielen Autoren immer wieder, dass vor allem eins dabei benötigt wird: Ausdauer!

Denn ein Verlag entscheidet nicht einfach, ob ein Manuskript gut oder schlecht ist, sondern es muss zudem in das kommende Verlagsprogramm passen. Zudem muss ein Verlag bereits vor der Veröffentlichung kalkulieren, ob sich diese überhaupt lohnt. Schließlich sollten Neuerscheinungen Geld in die Kassen des Verlags spülen, womit Verlagspartner und –mitarbeiter gleichermaßen bezahlt werden müssen. Und auch die Kosten für Druck, Werbung etc. müssen schließlich getragen werden.

Wenn ein Manuskript all die Anforderungen eines Verlags erfüllt, kann der Autor sich über eine Druckzusage freuen. Jetzt beginnt die Arbeit des Verlags. Zu Beginn wandert ein Manuskript in das Lektorat. Hier wird es mehr oder weniger stark bearbeitet, vervollständigt und berichtigt. Es wird etwa nach einem passenden Buchtitel gesucht, der Klappentext wird geschrieben und das Buch wird mit einer ISBN versehen. 

Nachdem das Buch gedruckt ist, muss es einer breiten Öffentlich bekannt gemacht werden. Deshalb wandert es weiter in die Abteilungen der Werbung und der Öffentlichkeitsarbeit. Hier werden nicht nur Flyer, Broschüren und ein Marketingprogramm für ein Titel gebastelt, sondern auch Lesungen oder Signierstunden für den Autor werden organisiert. Auch ist man bemüht, Journalisten oder etwa Blogger auf die Neuerscheinung aufmerksam zu machen, sodass potentielle Leser von dem Buch erfahren. Schließlich möchte der Verlag, dass möglichst viele Menschen zum Kauf des gedruckten Buches bewegt werden. Die Leistungen des Verlags nach dem Druck eines Buches sind aber verschieden. Während einige Verlage ihre Schützlinge rund um die Uhr betreuen, fühlen sich andere Autoren mit ihrem fertigen Buch schlichtweg im Regen stehen gelassen. Zeitgleich zu all diesen Werbemaßnahmen geht das Buch in die Abteilung des Vertriebs. Hier geht es darum, das gedruckte Buch in den Handel, etwa in Buchläden oder Warenhäuser, zu bringen.

Im nächsten Post zum Thema des Monats wird sich alles um die Frage drehen: Was kostet ein Buch? Dabei soll gezeigt werden, was ein Autor an seinem Buch wirklich verdient, warum Verlage sich in Deutschland meist keine goldene Nase verdienen und warum Bücher heute eigentlich Luxusgüter sind. Und abschließend einige Frage an euch: Wie viel Geld gebt ihr für Bücher aus? Was war das teuerste Buch, welches ihr euch je gekauft habt? Haltet ihr die Buchpreise für gerechtfertigt?

1 Kommentar:

  1. Sehr tolles Thema ! ich bin gespannt!

    http://page7hundred.blogspot.de/

    AntwortenLöschen

Ein Blog lebt erst durch Kommentare und dem Dialog.
Wir freuen uns daher über jeglichen "Senf", den ihr abzugeben habt. :)