Samstag, 6. Juli 2013

Die Jury bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur



Bedeutende Literaturkritiker bereichern die Diskussionen



Sieben bedeutende Literaturkritiker bilden die Jury bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur. Sie lauschen einem jeden lesenden Autor, bevor sie in der Diskussionsrunde den Spagat zwischen Kritik und Lob gleichermaßen versuchen. Den Autoren und vor allem ihren Texten will man sich grundlegend mit Respekt annähern, so spricht der Juryvorsitzende Burkhard Spinnen in Bezug auf die Diskussionsrunden von „Annäherungsversuchen“.


© Josef Fischnaller
Seit dem Jahr 2013 werden sowohl Lesungen als auch die Textdiskussionen von Christian Ankowitsch moderiert. Dieser wurde im Jahr 1959 in Klosterneuburg geboren und lebt heute in Berlin. Nach dem Studium der Kunstgeschichte und Geschichte in Hamburg und Graz ist er seit 1978 als Journalist tätig. Er war unter anderem Redakteur für Der Standard oder Die ZEIT.


© Hermann Köhler
Den Juryvorsitz beim Ingeborg Bachmann-Preis nimmt der im Jahr 1956 in Mönchengladbach geborene Burkhard Spinnen ein, der heute in München lebt. Nach dem Studium der Germanistik, Publizistik und Soziologie ist er seit 1995 als freier Schriftsteller tätig. Er wurde mit einigen Preisen ausgezeichnet, so etwa dem Kranichsteiner Literaturpreis 1996, dem Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung 1999 oder dem Deutschen Hörbuchpreis 2007.

© Codula Giese
Auch die im Jahr 1961 in München geborene Meike Feßmann, welche heute in Berlin lebt, hat einen Platz in der Jury. Sie arbeitet nach dem Studium der Germanistik, Philosophie und Theaterwissenschaften als freie Kritikerin unter anderem für die Süddeutsche Zeitung oder den Tagesspiegel. Im Jahr 2006 wurde sie mit dem Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik ausgezeichnet. Sie bereichert auch die Jury des Deutschen Buchpreises seit 2008. 

© Paul Jandl
Ein weiteres Mitglied der Jury ist der in Salzburg lebende Paul Jandl. Er wurde im Jahr 1962 in Wien geboren und studierte später dort Germanistik und Philosophie. Seit dem Ende der 1980er Jahre ist er als freier Kritiker und Kulturjournalist bei deutschen und österreichischen Printmedien als auch für den Rundfunk tätig. Im Jahr 2005 wurde ihm der Österreichische Staatspreis für Literaturkritik verliehen. An der Washington University St. Louis war er 2008 als Gastprofessur tätig. Seit 2010 arbeitet er als Kritiker und Feuilleton-Korrespondent für Die Welt.

© Carter Ross
Die im Jahr 1960 geborene Hildegard Elisabeth Keller lebt heute in Zürich und Bloomington, wo sie als Professorin für Deutsche Literatur tätig ist. Seit 2012 ist sie Mitglied des Literaturclubs im Schweizer Fernsehen. Die Tage der deutschsprachigen Literatur bereichert sie seit 2009. In diesem Jahr wurde sie auch für den Deutschen Hörbuchpreis nominiert. Ein Jahr später wurde sie von der Theophrastus-Stiftung mit dem Mystikpreis ausgezeichnet.

© SRF/Merly Knörle
In diesem Jahr das erste Mal in der Jury um den Ingeborg Bachmann-Preis sitzt der 1969 in Zürich geborene Juri Steiner. Nach dem Studium der Kunstgeschichte in Zürich war er Mitglied in dem Literaturclub des Schweizer Fernsehens oder der Sternstunde Philosophie, ebenfalls im Schweizer Fernsehen. Heute lebt er in Lausanne und ist als Kurator und Kulturvermittler tätig.  


© Johannes Puch
Schon von 2003 bis 2008 und nun wieder seit dem Jahr 2011 ist Daniela Strigl in der Jury um den Ingeborg Bachmann-Preis zu finden. Im Jahr 2009 war sie Jurorin für den Deutschen Buchpreis. Sie wurde im Jahr 1964 in Wien geboren, wo sie auch heute noch lebt. Nach dem Studium der Germanistik, Philosophie, Geschichte und Theaterwissenschaft ist sie heute vor allem als Essayistin und Literaturkritikerin tätig. Im Jahr 2005 lehrte sie an der State University of New Jersey, seit 2007 am Institut für Germanistik an der Universität in Wien. Sie wurde mit dem Österreichischen Staatspreis für Literaturkritik 2001, dem Max Kade Essay-Preis 2007 und dem Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik 2013 ausgezeichnet.

© Brigitte Friedrich
Des Weiteren ist der 1955 in Gohr/Dormagen geborene Hubert Winkels, welcher heute in Köln und Berlin lebt, ein Teil der Jury. In den Jahren von 1985 bis 1988 war er als freier Schriftsteller tätig, bevor er im Folgenden Literaturkritiker für Die Zeit wurde. Seit 1997 ist er zudem Literaturredakteur des Deutschlandfunks in Köln. Auch als Fernsehmoderator hat er Erfahrung, so unter anderem für den Dichterclub (SWF) und Die Bestenliste (SWR/3sat). Im Jahr 2001 war er in der Jury des Gert-Jonke-Preises tätig. Er hat bereits diverse Preise und Stipendien erhalten, so etwa den Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik 2007.

Die Preisverleihung zu den Tagen der deutschsprachigen Literatur findet morgen ab 11 Uhr statt und wird im 3sat live übertragen.

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