Donnerstag, 4. Juli 2013

Tage der deutschsprachigen Literatur 2013


Eine legendäre Literaturveranstaltung mit ungewisser Zukunft


© 3sat, ORF

Zum siebenunddreißigsten Mal finden sie statt: die Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt. Dort reihen sich interessante Veranstaltungen aneinander wie etwa Lesungen, Workshops oder Vorträge. Im Mittelpunkt steht aber eine dreitägige Lese-Veranstaltung, an der ausgewählte Bewerber nacheinander aus ihren unveröffentlichten Texten lesen. Im Anschluss daran müssen sie sich der direkten und schonungslosen Kritik sowohl der Fachjury als auch des Saalpublikums stellen. So findet hier vor allem eines statt: hoch-ehrliche Literaturkritik. Damit werden die Preisträger für insgesamt fünf Preise ermittelt, nämlich dem Ingeborg Bachmann-Preis, dem kelag-Preis, dem Ernst-Willner-Preis, dem BKS Bank Publikumspreis sowie dem 3sat-Preis.

Gestern erfolgte die Eröffnung der Literaturtage mit einer Eröffnungsrede und der Auslosung der Lesereihenfolge um den Ingeborg Bachmann-Preis. Dabei wurde folgende Reihenfolge ermittelt. Das 3sat überträgt die Lesungen samt Diskussionen live.

Donnerstag, 4.Juli, 10.15 - 15.15 Uhr
1. Lesung: Larissa Boehning
2. Lesung: Joachim Meyerhoff
3. Lesung: Nadine Kegele
4. Lesung: Verena Güntner
5. Lesung: Anousch Mueller

Freitag, 5.Juli, 10.15 - 15.15 Uhr
1. Lesung: Zé do Rock
2. Lesung: Cordula Simon
3. Lesung: Heinz Helle
4. Lesung: Philipp Schönthaler
5. Lesung: Katja Petrowskaja

Samstag, 6.Juli, 9.35 - 14.00 Uhr
1. Lesung: Hannah Dübgen
2. Lesung: Roman Ehrlich
3. Lesung: Benjamin Maack
4. Lesung: Nikola Anne Mehlhorn

Sonntag, 7.Juli, 11.00 Uhr
Preisverleihung

Dieser Literaturwettbewerb ist wohl der berühmteste im deutschsprachigen Raum. Doch ist man sich derzeit unsicher, ob es ihn auch in der Zukunft geben wird. Denn vor etwa zwei Wochen verkündete der ORF, welcher seit vielen Jahren die Literaturtage unterstützt und mit seiner Übertragung für viel Aufmerksamkeit sorgt, dass er sich im nächsten Jahr nicht mehr an diesem Literaturwettbewerb beteiligen wird. Und so geht es auch hier mal wieder um vor allem eines: Geld! Die Live-Übertragungen würden viel Geld kosten, welche durch die zu wenigen Zuschauer einfach nicht gedeckt werden würden. Denn das diese doch durch und durch literarische Veranstaltung am Mainstream-Programm vorbeigeht und somit nicht unbedingt jeden Zuschauer anspricht, ist wohl klar. Doch sind die Tage der deutschsprachigen Literatur das beste öffentliche Gespräch über Literatur und deshalb "erhaltenswert".

In den folgenden Tagen wird sich hier im Blog alles um die Tage der deutschsprachigen Literatur drehen. So werden die einzelnen Bewerber mit ihren Texten ebenso vorgestellt wie die Jurymitglieder oder die einzelnen Preise.  


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