Donnerstag, 1. August 2013

Autoreninterview: Anna Radovani und "Der Walnussbaum"



Teil I: Wer ist… Anna Radovani



In den kommenden Tagen werde ich euch den Roman Der Walnussbaum von Anna Radovani vorstellen. Vorab gibt es ein tolles Interview, in dem ihr mehr über die Autorin, ihre Tätigkeiten und ihren interessanten Roman erfahren könnt. Zum Abschluss folgt natürlich eine detaillierte Rezension des Romans. Deshalb bekommt ihr an dieser Stelle erst einmal eine Kurzvorstellung:

„Eine große Liebe überschattet von einem dunklen Geheimnis. Die Kroatin Nella lernt im Zagreb der 1980er Jahre den Künstler Nik kennen. Rasch erkennt sie, dass er der Mann ist, mit dem sie ihr Leben verbringen will. Wären da nicht die Ereignisse aus der Vergangenheit, die das Glück des Paares bedrohen. Als der Bürgerkrieg im Vielvölkerstaat Jugoslawien ausbricht, muss Nella sich entscheiden: Ob sie bereit ist, für die Freiheit ihres Landes und ihre Liebe zu kämpfen.“

Nachdem der Roman vor einigen Jahren bereits bei einem Kleinverlag erschienen war, gab die Autorin ihn in diesem Jahr erneut heraus – selbständig und im eBook-Format.

1. Anna – Wie würdest du dich in einem Satz beschreiben?
Anna Radovani wurde vor 20 Jahren „geboren“, hat sich nach ein paar Jahren fast aufgegeben und startete im Herbst 2012 einen neuen Lebensanlauf. Sie ist gerne kreativ, aber leider auch voller Selbstzweifel.

2. Im Leben spielt man meistens mehrere Rollen: die Rolle der Mutter, der Autorin etc. Welche Rolle war dir in deinem bisherigen Leben die liebste?
Als Anna Radovani existiere ich ausschließlich als Autorin. Und das tue ich sehr gerne. In meinem „eigentlichen“ Leben war und ist meine liebste Rolle die der Mutter – es ist zugleich auch die schwierigste.

3. In einigen Portalen konnte man lesen, dass „Anna Radovani“ lediglich ein Pseudonym ist? Warum schreibst du nicht unter deinem realen Namen?
Ich finde es ausgesprochen aufregend und interessant quasi mit zwei Identitäten zu leben. Als Anna Radovani schreibe ich Romane, erfinde schöne, traurige, spannende Geschichten. Unter meinem richtigen Namen produziere ich Bücher und Zeitschriften im Gesundheitsbereich. Diese beiden Welten halte ich komplett getrennt voneinander. Außerdem wollte ich für meine Geschichten einen Namen haben, der mir gefällt. Anna fand ich schon immer schön.

4. Wie können wir uns deinen Arbeitsalltag als Autorin vorstellen?
Wenn ich eine Geschichte oder nur eine Szene im Kopf habe, muss ich sie schnell niederschreiben. Ich kann das überall. Kürzlich war ich auf einem Ärztekongress und habe während eines Vortrags einen richtig guten Dialog geschrieben. Oft mache ich mir beim Kochen Notizen. Auch beim Essen. Wenn ich an einer neuen Geschichte schreibe, mute ich meiner Familie wahrscheinlich sehr viel zu. Die Wäsche wird zu spät gewaschen, der Kühlschrank ist oft leer... Aber es gibt auch Phasen, in denen ich wirklich lange nichts schreibe. Oder ich lösche das Geschriebene. Das habe ich kürzlich mit meinem dritten Roman getan. Er war zu zwei Drittel fertig, aber ich fand ihn nur schlecht. Heute tut es mir leid.

Morgen folgt der zweite Teil des Interviews…

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Ein Blog lebt erst durch Kommentare und dem Dialog.
Wir freuen uns daher über jeglichen "Senf", den ihr abzugeben habt. :)