Dienstag, 20. August 2013

Longlist zum Deutschen Buchpreis bekannt



Eine Liste voller Überraschungen


© Börsenverein des Deutschen Buchhandels

Beinahe eine Woche ist es her, dass der Börsenverein des Deutschen Buchhandels die zwanzig Nominierten für den diesjährigen Deutschen Buchpreis bekannt gegeben hat.

Seit dem Jahr 2005 wird mit dem Deutschen Buchpreis der beste Roman in deutscher Sprache ausgezeichnet. Mit einem Preisgeld von insgesamt 37.500 Euro gilt der Deutsche Buchpreis nicht nur als die bestdotierte Auszeichnung dieser Art, sondern zudem als jene mit der größten Publikumsresonanz. Vor der Verkündung der Longlist am 14. August musste die Jury, welche in diesem Jahr aus Katrin Lange vom Literaturhaus München, Ursula März von Die Zeit, Andreas Platthaus von der FAZ, Klaus Seufer-Wasserthal von der Rupertus Buchhandlung Salzburg, Claudia Vogt von Der Spiegel, dem Schriftsteller Helmut Böttiger und dem freien Kritiker Jörg Plath besteht, genau 201 Titel lesen und auswerten. Letztlich haben es die folgenden Autoren mit ihren Texten auf die Longlist geschafft:

Mirko Bonné: Nie mehr Nacht (Schöffling & Co.)
Ralph Dutli: Soutines letzte Fahrt (Wallstein) 
Thomas Glavinic: Das größere Wunder (Hanser) 
Norbert Gstrein: Eine Ahnung vom Anfang (Hanser) 
Reinhard Jirgl: Nichts von euch auf Erden (Hanser) 
Daniel Kehlmann: F (Rowohlt) 
Judith Kuckart: Wünsche (DuMont) 
Olaf Kühl: Der wahre Sohn (Rowohlt.Berlin) 
Dagmar Leupold: Unter der Hand (Jung und Jung) 
Jonas Lüscher: Frühling der Barbaren (C. H. Beck) 
Clemens Meyer: Im Stein (S. Fischer) 
Joachim Meyerhoff: Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war (Kiepenheuer & Witsch) 
Terézia Mora: Das Ungeheuer (Luchterhand) 
Marion Poschmann: Die Sonnenposition (Suhrkamp) 
Thomas Stangl: Regeln des Tanzes (Droschl) 
Jens Steiner: Carambole (Dörlemann) 
Uwe Timm: Vogelweide (Kiepenheuer & Witsch) 
Nellja Veremej: Berlin liegt im Osten (Jung und Jung) 
Urs Widmer: Reise an den Rand des Universums (Diogenes) 
Monika Zeiner: Die Ordnung der Sterne über Como (Blumenbar)

Beim Betrachten dieser Liste merkt der Literaturbegeisterte sofort, welche Überraschungen es in diesem Jahr gibt: zum einen sind bekannte Autoren wie Uwe Timm, Daniel Kehlmann oder Mirko Bonné dabei, zum anderen findet man auch Debütanten wie Nellja Veremej oder Monika Zeiner unter den Nominierten. Auch hinsichtlich der Verlage ist zu bemerken, dass in diesem Jahr sowohl bekannte Namen als auch Kleinstverlage vertreten sind. Jurymitglied Böttiger erklärt, worum es in diesem Jahr hinsichtlich des Inhalts der Texte vor allem geht: „Modische Themen oder scheinbar in der Luft liegende Plots treten eher in den Hintergrund, es geht mehr denn je um individuelle Schreibweisen.“

Die Longlist mit den zwanzig Nominierten wird am 11. September auf die Shortlist verkürzt, welche dann nur noch sechs Titel enthält. Der endgültige Gewinner wird am 7. Oktober, dem Vorabend der Frankfurter Buchmesse, bekannt gegeben.

In den nächsten Wochen wird es immer mal wieder einen Post zu dem Deutschen Buchpreis geben. So werde ich die einzelnen Autoren und ihre Texte vorstellen, auf Lesungen von ihnen hinweisen oder euch bei Bekanntwerden der Shortlist informieren. Zudem werdet ihr hier Tipps dazu finden, wie ihr die Preisverleihung online live mitverfolgen könnt. Hinweisen möchte ich euch noch auf das Lesebuch zur Longlist Deutscher Buchpreis 2013, welches ab sofort in vielen Buchhandlungen erhältlich ist. Darin findet ihr Textproben aus jedem nominierten Roman.


© Börsenblatt


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