Mittwoch, 18. September 2013

Juli Zeh mit dem Thomas Mann Preis 2013 ausgezeichnet



Morgen führt sie den „Marsch aufs Kanzleramt“ an – 

unterstützt die Petition gegen den gläsernen Menschen


 © ddp

Die im Jahr 1974 in Bonn geborene Schriftstellerin Juli Zeh wird mit dem Thomas-Mann-Preis ausgezeichnet. Mit diesem Preis werden Autoren geehrt, die herausragende Verdienste auf dem Gebiet der literarischen Vermittlung zeigen. Wie engagiert ihre Literatur ist, zeigt die Preisträgerin Juli Zeh am 19. September, wenn sie mit vielen anderen in Berlin zum Kanzleramt marschiert.

Juli Zeh wurde bereits mit dem Deutschen Bücherpreis, dem Hölderlin-Förderpreis oder dem Carl-Amery-Literaturpreis ausgezeichnet. Jetzt erhält sie einen weiteren Preis, der aber nicht nur ihr literarisches Schaffen, sondern auch ihr gesellschaftliches Engagement honoriert. Der mit 25.000 Euro dotierte Thomas-Mann-Preis wird der Autorin am 8.Dezember in München verliehen.

Der Thomas Mann Preis der Hansestadt Lübeck und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste wird seit dem Jahr 2010 im jährlichen Wechsel in München und Lübeck an die Preisträger übergeben. Zuvor wurden der Thomas Mann Preis der Hansestadt Lübeck und der Große Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste getrennt voneinander vergeben. Preisträger waren bisher Peter Handke, Marcel Reich-Ranicki, Günter Grass, Daniel Kehlmann oder Christa Wolf. In der Jurybegründung heißt es, dass Juli Zeh eine temperamentvolle und experimentierfreudige Erzählerin sei, die in ihren Werken die Frage nach individueller Freiheit und Verantwortung, nach gesellschaftlichen Werten und Orientierung in den Mittelpunkt stelle. Weiter heißt es: „Juli Zeh setzt damit die besten Traditionen engagierter Literatur fort – für eine Gegenwart, die solcher Autorinnen dringend bedarf“.

Morgen führt die Autorin Juli Zeh den „Marsch aufs Kanzleramt“ in Berlin an, der einen offenen Brief an die Bundeskanzlerin Angela Merkel übergeben möchte. Darin fordern Schriftsteller wie Eva Menasse, Katja Lange-Müller oder Moritz Rincke neben rund 67.000 weiteren Unterzeichnern der Petition, dass die Regierung den Menschen die Wahrheit über die NSA-Affäre sagen soll. Kritisiert wird die bisher mangelnde Reaktion der deutschen Regierung auf den längst zur Realität gewordenen „gläsernen Menschen“ und die Verletzung der Menschenrechte. Was habt ihr zu diesem Thema zu sagen?

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