Sonntag, 9. Februar 2014

Autoreninterview mit Dennis Stephan



  Wer ist… Dennis Stephan


Leider kommt der Blog derzeit etwas zu kurz, da ich sehr viel zu tun habe… aber ich bin bemüht, dennoch so oft wie möglich zu posten. Heute gibt`s den ersten Teil des tollen Interviews mit Dennis Stephan für Euch. HIER könnt Ihr zudem noch einmal die Buchbesprechung zu seinem Roman Der Klub der Ungeliebten nachlesen. 

© M. Franke

1. Seit wann schreibst Du?
Ich habe mit so ungefähr zehn angefangen zu schreiben. Mein erstes Projekt war eine Art Kinderkrimi, der von "Fünf Freunde" und "TKKG" inspiriert war. Ich habe es allerdings nie beendet. Ein paar Jahre später wollte ich dann unbedingt einen Film mit Freunden drehen, und habe dafür angefangen an Drehbüchern zu schreiben. Aber auch hier waren die Ergebnisse recht überschaubar. 

2. Du wurdest in Berlin geboren, lebst auch heute noch in der Stadt. Welchen Bezug hast Du zu dieser Stadt? Inwieweit fand Dein persönliches Berlin-Bild Eingang in Deinen Roman?
Die Großstadt ist die Bühne, auf der Adam und Coralie ihr Drama aufführen. Ein Ort, an dem alles möglich, aber irgendwie auch alltäglich ist. In der man droht unterzugehen - gesellschaftlich und emotional. Ich liebe Berlin, und habe in der Zeit, in der ich woanders lebte, immer das Gefühl gehabt, etwas zu verpassen. Es tragen sich so viele Geschichten in Großstädten zu, so viele Schicksale, dass jedes einzelne kaum zählt. Ich glaube, nirgends fühlen sich die Menschen einsamer als in der Großstadt - und nirgends kann man sich besser von dieser Einsamkeit ablenken.   

3. Du hast ein Journalistik-Studium absolviert und arbeitest noch immer in diesem Bereich. Wie unterscheidet sich die journalistische Arbeit in Deinen Augen von der belletristischen?
Interessanterweise wurde mir die Frage schon in einem anderen Interview gestellt. Ich arbeite im Segment der Lifestyle-Presse. Das heißt, die Aufgabe der Zeitschriften für die ich schreibe, liegt nicht etwa in ihrem Nachrichtenwert, sondern vor allem in ihrer Unterhaltungs- und Orientierungsfunktion. Das bedeutet speziell für meine Arbeit, dass ich wesentlich freier in der Themenwahl und der Gestaltung der Texte bin. Ich hab zwar während meiner Ausbildung auch gelernt, wie ich tagesaktuelle oder politische Meldungen und Nachrichten objektiv und zurückhaltend verfasse, bin aber in der glücklichen Position über nicht ganz so ernste Themen so zu schreiben, wie mir die Schnauze gewachsen ist. Das ist das Schöne an meiner Arbeit; ich kann journalistisch arbeiten, ohne allzu schreibgehemmt zu sein.     

4. Welches sind für Dich persönlich die besten und wichtigsten Bücher, die Du je gelesen hast?
Andreas Steinhöfels Jugendroman "Die Mitte der Welt" hat mich sehr geprägt - auch was meinen Schreibstil betrifft. Es ist ein ganz wunderbares Buch über die Zeit des Erwachsenwerdens - sehr bildgewaltig geschrieben, sehr philosophisch. Wer genau ließt, findet im Klub der Ungeliebten sogar eine direkte Allusion, die auf diesen Roman hinweist.   

Den zweiten Teil des Interviews bekommt Ihr in den nächsten Tagen zu lesen...

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