Samstag, 15. März 2014

Die Würfel sind gefallen...

Zur Leipziger Buchmesse und ihren Preisen


Seit Donnerstag dreht sich in Leipzig alles um Bücher: Europas größtes Literaturfest „Leipzig liest“ jährt sich zum 23. Mal, zum 20. Mal findet die Antiquariatsmesse statt und der Preis der Leipziger Buchmesse wird zum 10. Mal verliehen.

Was bisher geschah:
Bereits an den ersten beiden Messetagen konnten um die 68.000 Besucher gezählt werden, die sich in die Welt der Bücher stürzten, von der Manga-Comic-Convention inspirieren ließen oder über die Antiquariatsmesse schlenderten.
Im Online-Voting wurde das Erstlingswerk Am Ende schmeißen wir mit Gold von Fabian Hischmann ermittelt. Er setzt sich klar mit 43,32 % von den restlichen Nominierten ab.
Der Preis der Leipziger Buchmesse im Bereich Belletristik wurde an Saša Stanišic mit seinem Roman Vor dem Fest vergeben. Der Autor wurde im Jahr 1978 im Osten Bosniens geboren, studierte in Heidelberg und am deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Der Blogger, Autor und Kolumnist erhielt bereits einige Stipendien und Preise wie etwa den Kelag-Publikumspreis des Bachmann-Wettbewerbs.
In der Kategorie Sachbuch / Belletristik ging der Preis der Leipziger Buchmesse an Helmut Lethen und Der Schatten des Fotografen. Der im Jahr 1939 geborene Autor leitet seit 2007 das Internationale Forschungszentrum Kulturwissenschaften in Wien. Eine seiner Veröffentlichungen, die Verhaltenslehre der Kälte aus dem Jahr 1994 über die Intellektuellen in der Weimarer Republik, gilt bereits als Standardwerk.
Für die Übersetzung wurde Robin Detje mit Europe Central von William T. Vollmann aus dem amerikanischen Englisch geehrt. Der 1964 in Lübeck geborene Übersetzer, Autor und Regisseur war einst Feuilletonredakteur bei DIE ZEIT und der Berliner Zeitung sowie Autor bei der Süddeutschen Zeitung. Seit 2006 arbeitet er vor allem als Übersetzter, etwa von Denis Johnson oder Will Self.

Stanisic, Detje und Lethen


Zudem vergab neobooks zum zweiten Mal den Indie Autor Preis für das beste Self-Publishing-Projekt. Hier wurde die inhaltliche Qualität ebenso wie die Qualität der verkaufsfördernden Maßnahmen betrachtet. In der Kategorie Belletristik ging der Preis an Vanessa Mansini mit Nicht von dieser Welt, Catherine Shepard mit Kalter Zwilling und Nicholas Vega mit Der Junge, der Glück brachte. In der Kategorie Sachbuch erhielten Dr. Anja Dostert für Die verrückte Geschichte der Diät: Schlankheitswahn und Schönheitskult, Dagmar Araia für Gran Canaria – Hinter dem Strand: Urlaub für Entdecker sowie Irene Gronegger für Kaninchen halten in Haus und Garten die Auszeichnung.

1 Kommentar:

  1. Von Saša Stanišić besitze ich den Roman "Wie der Soldat das Grammophon repariert", eins meiner Lieblingsbücher. Meine erste Hausarbeit im Studium habe ich über den Roman geschrieben :) Als er zu einer Lesung in Jena war, hat mir das Buch signiert :)

    Liebe Grüße

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