Freitag, 18. April 2014

Rezension zu "Kudamm 216 - Erbsünde" von Nika Lubitsch



Kein Buch zum Abschalten


© UvR GmbH

Was hat eine Leiche im Central Park mit dem Kudamm 216 zu tun?


Sehr viel, wenn es nach Bernie Goldsmith geht. Der weltberühmte Dirigent glaubt nicht daran, dass sein alter Freund Professor Sprengler in New York einem Raubmord zum Opfer fiel. Deshalb bittet er seine Exfrau Alice von Kaldenberg um Hilfe bei der Aufklärung. Die Krimiautorin setzt ihre Mitarbeiter vom Kudamm 216 auf die Familie des Berliner Professors an. Ihre privaten Ermittlungen führen weit in die Vergangenheit, in ein Geflecht aus Liebe, Lügen und Leidenschaft, aus Betrug, Fälschung, eiskalter Rache und zu einem Rendezvous mit dem Tod.

Nach bekannter Lubitsch-Manier verläuft auch der erste Band Erbsünde der neuen Krimi-Serie Kudamm 216 von der bekannten Bestsellerautorin Nika Lubitsch. Die Berliner Autorin wurde durch ihre Kriminalromane Der 7. Tag und Das 5. Gebot bekannt, welche nach einem übermäßigen Erfolg als E-Books nun auch in gedruckter Fassung erhältlich sind. In Erbsünde stellt die Erfolgsautorin erneut ihre besonderen Fähigkeiten in Bezug auf Konstruktion und Spannungsentwicklung unter Beweis. Sie entwickelt eine komplexe Story mit drei Handlungssträngen, die sich gegenseitig bedingen und final zusammenlaufen.

Wie auch in ihren früheren Romanen so würzt Nika Lubitsch ihre Erzählung mit dem typischen Berliner Flair: Sie nimmt den Leser mit auf eine Reise durch West-Berlin, eine Reise zwischen Savignyplatz und Westend. Erführt wird der Leser von der sympathischen „Berliner Schnauze“ Judith Schilling, die als neues Mitglied in der Agentur von Alice von Kaldenberg bereits in ihrem ersten Fall mit Erpressung, Lügen und Obsession konfrontiert wird.

Alles in allem legt Nika Lubitsch mit Erbsünde einen würdigen Auftakt der Reihe Kudamm 216 vor, der Lust auf Mehr macht. Einziger Kritikpunkt in meinen Augen: Um die zwanzig handelnden Personen machten mir das „leichte“ Lesen manchmal schwer. Zwar finden sich die Personen auf den ersten Seiten des Romans mit Name und Tätigkeitsfeld verzeichnet, doch war ich manchmal doch etwas verwirrt beim Lesen. In meinen Augen ist dieser Kriminalroman deshalb kein Buch zum Abschalten, aber dennoch auf jeden Fall des Lesens wert.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Ein Blog lebt erst durch Kommentare und dem Dialog.
Wir freuen uns daher über jeglichen "Senf", den ihr abzugeben habt. :)