Dienstag, 10. Februar 2015

Rezension zu "If you leave - Niemals getrennt" von Courtney Cole


Schwächerer zweiter Teil einer New-Adult-Reihe

 
© Droemer Knaur
Die Autorin Courtney Cole wuchs im ländlichen Kasas auf, machte ihren Abschluss in Betriebswirtschaftslehre und arbeitete in der Marketingabteilung einer großen amerikanischen Firma, bevor ihr New-Adult-Roman If you stay –Füreinander bestimmt die amerikanischen E-Book-Charts eroberte. Im deutschsprachigen Raum erschien der Roman im April 2014, der Nachfolger If you leave – Niemals getrennt bereits drei Monate später.


Seit dem Tod ihrer Eltern führt Madison das Familienrestaurant weiter, was all ihre Zeit beansprucht. Daher spielen Männer für sie keine Rolle. Das ändert sich schlagartig, als sie den faszinierenden Gabriel Vincent kennenlernt. Sie fühlt sich unwiderstehlich von dem geheimnisvollen Mann angezogen, bei dessen bloßem Anblick ihre Knie weich werden. Doch genau wie sie hat auch Gabriel eine schwere Zeit hinter sich. Wird ihre gegenseitige Liebe die Schatten der Vergangenheit überwinden können?

Während der erste Teil If you stay die Geschichte von Mila und Pax behandelt, dreht sich der zweite Teil If you leave nun um Milas Schwester und deren (Liebes-)leben. Wie auch im ersten Band wird die Geschichte stets im Wechsel aus der Perspektive der beiden Hauptfiguren – hier Madison und Gabriel – erzählt. Dadurch kann der Leser sich erneut gut in die Figuren und deren Beweggründe einfühlen und die Geschichte bekommt in meinen Augen „mehr“ Tiefgang.

Der New-Adult-Roman weist die für dieses Genre charakteristischen erotischen Momente auf, die für meinen Geschmack an manchen Stellen allerdings allzu vorhersehbar sind oder gar gänzlich überzogen wirken. Während im ersten Teil der Buchreihe die Beweggründe der Hauptfiguren größtenteils noch nachvollziehbar waren, handeln die Figuren in If you leave teilweise wider ihren Standpunkts.

Insgesamt ist die Story aber rund, die Figuren sind realistischen und den Leser erwarten durchaus Überraschungen. Positiv hervorzuheben ist die thematische Bezugnahme der Autorin Courtney Cole auf die amerikanischen Soldaten, welche für die Freiheit eines Volkes kämpfen und oft mit PostTraumatischen BelastungsStörungen in ihr Heimatland zurückkehren. Diesbezüglich bekommt der Leser tiefe Einblicke in ein gesellschaftliches Problemfeld.
Dennoch bleibt der Roman hinter meinen Erwartungen zurück und ist nicht so stark wie der vorhergehende Teil dieser New-Adult-Reihe.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Ein Blog lebt erst durch Kommentare und dem Dialog.
Wir freuen uns daher über jeglichen "Senf", den ihr abzugeben habt. :)