Donnerstag, 3. März 2016

Die Oscars 2016 im Zeichen des Buches

Buchverfilmungen bei den diesjährigen Oscars hoch im Kurs



Am vergangenen Sonntag blickte die Welt nach Los Angeles: Im berühmten Dolby Theatre kamen die Großen aus Hollywood zusammen, um die 88. Verleihung des Oscar vorzunehmen. Im Rennen um den beliebten Goldjungen waren in diesem Jahr insgesamt elf Filme, die auf einer Buchvorlage basierten. Offenbar sind Buchverfilmungen in Hollywood aktuell gefragter denn je. Mehr als die Hälfte der für den besten Film vorgeschlagenen Titel bei den Oscar Nominierungen 2016 waren Adaptionen. 


Die Gewinner bei den Oscars 2016


And the Oscar goes to… hieß es am 28. Februar unzählige Male bei der Oscar Verleihung 2016. Wir stellen jene Oscar Nominierungen vor, die als Buchverfilmung bei den Oscars 2016 tatsächlich mit dem Academy Award bedacht wurden: 


Der Film The Revenant basiert auf den Roman „The Revenant – Der Rückkehrer“ von Michael Punke (Piper). Drei Oscars konnte der Streifen in den Kategorien bester Hauptdarsteller (Leonardo DiCaprio), Kamera und Regie abräumen. Der Film war bei den Oscars 2016 außerdem weitere neunmal nominiert für den besten Film, Nebendarsteller (Tom Hardy), Kostüme, Schnitt, Ton, Tonschnitt, Make-up und Frisuren, Szenenbild sowie visuelle Effekte.



Auch The Big Short wurde bei den Oscars 2016 mit einer goldenen Trophäe bedacht. Der Film gewann in der Kategorie bestes adaptiertes Drehbuch und basiert auf „The Big Short: Wie eine Handvoll Trader die Welt verzockte“ von Michael Lewis (Goldmann). Weitere Nominierungen gab es bei den Oscars 2016 für bester Film, bester Nebendarsteller (Christian Bale), Schnitt und Regie.





Der Film Room geht auf den Roman „Raum“ von Emma Donaghue (Piper) zurück. Der Goldjunge für die beste Hauptdarstellerin bei den Oscars 2016 ging an Brie Larson. Zudem war der Film in den Kategorien bester Film, Regie sowie bestes adaptiertes Drehbuch nominiert.







The Danish Girl basiert auf „Das dänische Mädchen“ von David Ebershoff (Goldmann). Der Film ging bei den Oscars 2016 in der Kategorie beste Nebendarstellerin ins Rennen und gewann: Alicia Vikander nahm den Oscar mit nach Hause. Des Weiteren war dieser Film in den Kategorien bester Hauptdarsteller (Eddie Redmayne), Szenenbild und Kostüme nominiert.





Die Verlierer bei den Oscars 2016


Doch nicht jede Oscar Nominierung kann mit einer Trophäe gekürt werden. Die folgenden Buchverfilmungen gingen bei der Oscar Verleihung 2016 leer aus:


Der Film The Martian basiert auf „Der Marsianer: Rettet Mark Watney“ von Andy Weir (Heyne) und war bei den Oscars 2016 vorgeschlagen als bester Film, für den besten Hauptdarsteller (Matt Damon) sowie in den Kategorien Ton, Tonschnitt, Szenenbild, visuelle Effekte und adaptiertes Drehbuch.







Der Roman „Carol: oder Salz und sein Preis“ von Patricia Highsmith (Diogenes) ging als Carol an den Start und war bei den Oscars 2016 insgesamt sechsmal nominiert, konnte sich allerdings nicht durchsetzen. Mitgefiebert wurde hier in den Kategorien beste Hauptdarstellerin (Cate Blancett), beste Nebendarstellerin (Rooney Mara), Filmmusik, Kamera, Kostüme und adaptiertes Drehbuch.





Der Film Brooklyn basiert auf den gleichnamigen Roman von Colm Toibin (dtv). Dieser stand bei den Oscars 2016 auf der Liste für den besten Film, die beste Hauptdarstellerin (Saoirse Ronan) sowie adaptiertes Drehbuch.








Der Film Steve Jobs geht auf das gleichnamige Buch von Walter Isaacson (C. Bertelsmann) zurück und nahm bei den Oscars 2016 in der Kategorie bester Hauptdarsteller durch Michael Fassbinder teil.








Auf eine Kurzgeschichte aus „In Another Country“ von David Constantine (Comma Press) geht die Verfilmung 45 Years zurück. Mit Charlotte Rampling war der Film bei den Oscars 2016 an der Auslosung zur besten Hauptdarstellerin beteiligt.








Der Film Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand wurde in Anlehnung an den gleichnamigen Roman von Jonas Jonasson (Carl's Books) produziert. Er war bei den Oscars 2016 nominiert in den Kategorien Make-up und Frisuren.








Außerdem stand der Titelsong „Earned It“ des Streifens Shades of Grey als bester Titelsong bei den Oscars 2016 zur Auswahl, konnte sich jedoch nicht durchsetzen. Der auf den Roman „Fifty Shades of Grey“ von E.L. James (Goldmann) zurückgehende Film wurde bei der Verleihung des Spott-Preises der „Goldenen Himbeere“ fünfmal bedacht, u.a. für die Hauptdarsteller Jamie Dornan und Dakota Johnson, die als schlechtestes Paar auf der Leinwand ausgezeichnet wurden. Den Titel des schlechtesten Films teilt sich Shades of Grey mit Fantastic Four.

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