Samstag, 19. März 2016

Preis der Leipziger Buchmesse 2016 an Guntram Vesper

Auch Jürgen Goldstein und Brigitte Döbert werden geehrt

©dpa


Der 74-jährige freie Autor Guntram Vesper wurde am ersten Messetag der Leipziger Buchmesse mit dem Preis der Leipziger Buchmesse geehrt. Er erhält für seinen rund 1.000 Seiten starken Roman Frohburg die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung in der Kategorie Belletristik. Wie die Jury ihre Wahl begründete und der Preisträger auf seinen Gewinn reagierte…


In Frohburg beschäftigt sich Vesper mit dem Ort seiner Geburt, der südlich von Leipzig liegenden Kleinstadt Frohburg. Hier verbrachte er seine Kindheit, bevor er mit seiner Familie im Jahr 1957 in die Bundesrepublik floh. In seinem Roman berichtet Vesper vom deutschem Leben im zwanzigsten Jahrhundert, von Kultur, Politik, Krieg und Nachkrieg, und entwirft damit ein Geschichts- und Geschichtenpanorama, das sich zumeist aus eigenem Erleben und Beobachten speist und das ein Land und eine Zeit gültig festhält", so die Jury. Dabei verarbeitet Vesper vor allem eigene Erfahrungen und Beobachtungen. In der Laudatio bei der Preisverleihung sagte Jury-Mitglied Knipphals: „Lieber Herr Vesper, ihr Erzähler hat bei all seinem Können, nichts heldisches. Er ist ein erstaunlich junger, immer wieder von sich selbst überraschter Erzähler. Man glaubt ihm gerne, dass seine Erzählungen wahr sind.“ Unmittelbar nachdem der Preisträger in der wichtigsten Preis-Kategorie bekannt gegeben worden war, sagte Vesper: „Herzlichen Dank! Mehr kann ich nicht sagen“ und verließ das Rednerpult wieder.

In der Kategorie Sachbuch / Essayistik gewann der als Professor für Philosophie an der Universität Koblenz-Landau lehrende Jürgen Goldstein mit seinem Buch Georg Forster. Zwischen Freiheit und Naturgewalt. Jury-Mitglied Feßmann erklärte in ihrer Laudatio: „Jürgen Goldstein macht uns klar, was eine Weltreise im 18. Jahrhundert bedeutet – sie war der Inbegriff einer Grenzüberschreitung.“





Der Preis in der Kategorie Übersetzung ging an die in Berlin lebende Übersetzerin Brigitte Döbert für die Übertragung des Buches Die Tutoren von Bora Cosic aus dem Serbischen. „Wenn Ideologien zerbröseln, gerät die Sprache außer Rand und Band. Mit überbordendem Wortwitz bildet Brigitte Döbert ein Kompendium balkanischer Verrücktheiten nach“, begründete die Jury ihre Entscheidung.






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