Mittwoch, 23. März 2016

Würth-Preis für Europäische Literatur verliehen

Autor und Übersetzer Peter Handke mit Würth-Preis 2016 ausgezeichnet

©Picture Alliance
Der österreichische Schriftsteller Peter Handke wird mit dem Würth-Preis für Europäische Literatur 2016 ausgezeichnet und reiht sich damit in eine Reihe mit Herta Müller, Ilja Trojanow oder Peter Nadas. Der Geehrte musste von der Jury gegen die im Literaturbetrieb verbreiteten Anfeindungen verteidigt werden…


Wissenswertes zum Würth-Preis für Europäische Literatur

Der mit 25.000 Euro dotierte Würth-Preis für Europäische Literatur würdigt literarische Leistungen um die kulturelle Vielfalt Europas, was dem Satzungszweck der gemeinnützigen Stiftung Würth entspricht. Er wird alle zwei Jahre an Menschen vergeben, die im Schnittpunkt verschiedener Kulturen arbeiten, die sich mit den kulturellen Traditionen in Europa beschäftigen oder sich mit Konflikten befassen, die durch europäische Einwirkungen auf ihr Land entstanden sind. Ausgezeichnet werden demnach Schriftsteller, die in ihrem Werk über besondere Kulturerfahrungen reflektieren.

 

Alles zum diesjährigen Preisträger des Würth-Preis für Europäische Literatur

Der österreichische Schriftsteller Peter Handke bündelt in seinen Werken Selbst- und Weltbeobachtung, Erinnerung, Lektüre, Selbstverspottung und –kritik, so die Würth Stiftung in Künzelsau. Peter Handke wird mit dem Würth-Preis für Europäische Literatur ausgezeichnet, da sein Epos Die morawische Nacht das persönliche Motiv seines Lebens, nämlich Traum und Trauma Jugoslawien, mit poetischen Mitteln behandle. Habe Handke sich im Balkan-Konflikt noch ins Abseits manövriert, so halfen spätere Werke bei der Rehabilitation, so die Jury. Diese lobte den 73-jährigen Autor für „seine besondere Sicht auf ein Europa der kulturellen Vielfalt“, ebenso die „feinnervige Sprache" in seinen insgesamt mehr als 80 Werken. Weiter hieß es: „Seine Gegner ignorieren beharrlich, dass Handke in seinen jüngsten Werken kritischer mit sich selbst ins Gericht geht, als sie es je vermochten“.


Du möchtest auch in Zukunft keine Neuigkeiten aus dem Literaturbetrieb verpassen? Dann besuche uns regelmäßig oder folge uns auf Facebook oder Twitter!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Ein Blog lebt erst durch Kommentare und dem Dialog.
Wir freuen uns daher über jeglichen "Senf", den ihr abzugeben habt. :)