Sonntag, 10. April 2016

Buchbesprechung zu "Passagier 23" von Sebastian Fitzek

Wenn Menschen auf Kreuzfahrtschiffen verschwinden...


Sebastian Fitzek zählt als einer der erfolgreichsten deutschen Autoren im Genre Psycho-Thriller. Sein Erstling Die Therapie erschien im Jahr 2006, weshalb der Autor in diesem Jahr sein 10-jähriges Buch-Jubiläum feiert. Vor seiner Karriere als Schriftsteller studierte Fitzek Jura und promovierte im Urheberrecht, woraufhin sein beruflicher Werdegang unter anderem als Unterhaltungschef und Chefredakteur bei dem Berliner Rundfunk begann. Der Passagier 23 erschien am 30. Oktober 2014, es folgten Die Blutschule (08.10.2015) und Das Joschua-Profil (26.10.2015) – und damit ist nach 10 Jahren eine Reihe von mittlerweile 18 Fitzek-Büchern entstanden.

Was hinter dem Passagier 23 steckt

Der Polizeipsychologe Martin Schwartz ist seit dem Verlust seiner Frau und seines Sohnes ein seelisches Wrack. Durch nahezu selbstzerstörerische Einsätze als verdeckter Ermittler bringt er sich seitdem nicht selten in Gefahr. Was ihm bis heute niemand sagen kann, ist, was genau mit seiner Familie vor fünf Jahren geschehen ist. Er weiß nur, dass es auf dem Kreuzfahrtschiff „Sultan of the Seas“ passierte. Der Anruf einer Frau, die sich als Thriller-Autorin und Passagierin der „Sultan of the Seas“ vorstellt, lockt Schwartz auf das Kreuzfahrtschiff, auf dem er seine Familie verlor. Zwar hatte er geschworen, niemals wieder ein Schiff zu betreten. Doch das Erscheinen eines Mädchens, das bis vor Kurzem als verschwunden galt, ändert die Lage. Der Grund: Nicht nur, dass das als vermisst geltende Mädchen auf hoher See wieder auf der Sultan ist – auch der Teddy seines Sohnes, den sie im Arm hält, lässt Schwartz seinen Vorsatz über Board werden.

Was den Leser erwartet

Im Zentrum des Psycho-Thrillers steht das Thema mysteriöser Vorkommnisse auf Kreuzfahrtschiffen: Jährlich verschwinden circa 20 Menschen auf hoher See – spurlos. So auch Frau und Kind des Protagonisten Martin Schwartz. Das Erscheinen des verschwundenen Mädchens, das mit dem Teddy einen Hinweis auf Schwartz´ Sohn gibt, lässt den Leser Hoffnung schöpfen. Spannungsbögen sind in den Kapiteln zur Genüge vorhanden. Neben einem flüssigen Stil schafft Sebastian Fitzek eine Atmosphäre, in der er einen gewisser Nervenkitzel aufrechterhält. Der Leser ist animiert, Überlegungen anzustellen und gemeinsam mit Martin Schwartz das Geheimnis um die „Sultan of the Seas“ - und ihre vermeintlichen Opfer - zu lösen.

Einzig die Auflösung einzelner Szenen und Handlungen kann man hier vermissen. Eine Enttäuschung ist der Passagier 23 dennoch nicht – er bietet genügend Stoff, um auch nach dem Lesen weitere Überlegungen anzustellen.


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