Dienstag, 31. Mai 2016

Buchbesprechung zu "Mein Gewicht und ich" von Elena Uhlig

Können Schauspielerinnen Bücher schreiben?


Die Schauspielerin Elena Uhlig ist mittlerweile eine bekannte und beliebte Akteurin in deutschen Spielfilmen. Nach etlichen Jahren im Filmgeschäft, will sie ihren Körper nicht mehr von den Filmemachern instrumentalisieren lassen und beschließt, jede Waage fortan zu meiden. In Ihrem Buch Mein Gewicht und ich erzählt sie ihre Geschichte…

Die Autorin und Schauspielerin Elena Uhlig

Die Düsseldorferin Elena Uhlig studierte an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin. So richtig bekannt wurde sie durch die Sat.1-Fernsehserie „Mit Herz und Handschellen“ als Kommissarin Nina Metz, in der sie zusammen mit ihrem Schauspielkollegen Henning Baum spielte. Neben ihrem Engagement in dieser Krimiserie war sie unter anderem in der Rosamunde-Pilcher-Verfilmung Sternschnuppen im August sowie in dem Spielfilm „Ein ganzer Kerl für Mama“ zu sehen.
Seit 2016 ist die erfolgreiche Schauspielerin nun auch noch Autorin. In diesem Jahr veröffentlichte sie nämlich ihr erstes Buch – Mein Gewicht und ich

Was den Leser bei dem Spiegel Bestseller Mein Gewicht und ich erwartet

In dem Buch Mein Gewicht und ich beschreibt Elena Uhlig anschaulich, welche „Leiden“ sie ihre gesamte Schauspielkarriere über in Bezug auf ihr Gewicht durchleiden musste.
Angefangen damit, dass sie für die erste Rolle, für die sie direkt nach der Schauspielschule vorsprach, eigentlich zu dick war. Es handelte sich um die Rolle der Carmen in dem Horrorfilm „Swimming Pool – Der Tod feiert mit“. Diese Carmen ist eine Feme fatale, eine heiße Sahneschnitte, die jeder Mann gerne haben wollte - und Elena wollte die Rolle. Daher kaufte sie sich sexy Unterwäsche, ließ heiße Dessous-Fotos von sich erstellen und hungerte sechs Wochen lang, um zur Kostümprobe die gewünschte Figur zu haben. Sie bekam die Rolle und der Film war ihr erster erfolgreicher Schritt auf dem Weg zur lang ersehnten Schauspielkarriere.
Der Erfolg in diesem Stück brachte ihr eine weitere Eintrittskarte zu einem Casting ein – für einen Film, der ihr Durchbruch sein sollte. Doch der Weg dahin war, im wahrsten Sinne des Wortes, schwer. Frisch abgespeckt für die erste Rolle, wurde ihr nun prophezeit, dass sie für diese Rolle wahrscheinlich zu dünn sei. Also fraß sich Elena innerhalb weniger Wochen gute 15 Kilo an.
So ärgerte sich Elena Uhlig im Laufe ihrer Karriere immer wieder über den Umstand, dass sie entweder zu dick oder zu dünn für Rollen war, die sie gerne spielen wollte. Eigentlich eher immer zu dick, denn sie bezeichnet sich selbst, als etwas zu mollig für die Filmbranche.
Doch nach der Geburt ihres dritten Kindes, sollte für sie mit diesem dünn-dick-Jojo-Effekt-Wahn nun endgültig Schluss sein, entschied Elena und beschloss sich Waagen ab sofort zu verweigern.

Fazit zu Mein Gewicht und ich von Elena Uhlig

In Mein Gewicht und ich beschreibt Elena Uhlig anschaulich und lustig ihren ewigen Kampf mit den Pfunden. Der Schreibstil ist unterhaltsam, manchmal allerdings ein bisschen langatmig und ausschweifend.
Dies dient allerdings alles einem Zweck: Uns „normalen“ Frauen zu zeigen, dass wir wunderbar sind, so wie wir sind. Mit etwas zu viel Bauch, etwas zu dicken Oberschenkeln oder Wackelarmen. Wichtig ist, dass man sein Wohlfühlgewicht findet – und auch die perfekte Kleidung dafür.
Vor allem weil der Schönheitswahn, den wir dank Sendungen wie „Germany’s next Topmodel“ und den Shows zu „Vitoria Secrets“ ständig ausgesetzt sind, eigentlich nicht normal und gesund ist, ist dieses Buch empfehlenswert. Es animiert den Leser dazu, sich selbst und seine Figurprobleme nicht so ernst zu nehmen. Als Bonus gibt’s ein paar Tipps, mit welchen Outfits auch mollige Frauen eine gute Figur machen und sich dabei wohlfühlen können.



(BL) Hast Du das Buch von Elena Uhlig gelesen? Wie hat es Dir gefallen? Wir freuen uns auf Deine Meinung – hier im Blog, bei Facebook oder Twitter.

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