Montag, 18. Juli 2016

Mörderische Schwestern

Die Antwort für Frauenpower in der Literatur



Vermutlich gibt es sie in nahezu jeder Branche – die Frauen, die vor Energie strotzen und gemeinsam für bessere Chancen kämpfen. Mörderische Schwestern heißt die Antwort auf Frauenpower in der deutschen Kriminalliteratur. Skeptiker könnten sich nun fragen, weshalb auch in der Literatur Frauenrechtler für Chancengleichheit kämpfen. Hört man jedoch Geschichten darüber, dass Autorinnen männliche Pseudonyme nutzen, um bessere Verkaufszahlen bei ihren Büchern zu erzielen, klingt der Kampf um Chancengleichheit auf dem Buchmarkt nicht mehr ganz so abwegig. Doch welche konkreten Ziele verfolgt der Verein Mörderische Schwestern und welche Taten lassen sie folgen?

Mörderische Schwestern und ihre Anfänge


Der Berliner Verein Mörderische Schwestern fördert den Austausch zwischen krimiaffinen Autorinnen, realisiert Mentoring-Programme für „Nachwuchskräfte“ der Kriminalliteratur und setzt sich mit Förderpreisen, Stipendien und verschiedenen Aktionen für höhere Chancen von Frauen auf dem Buchmarkt ein.

Die Mörderischen Schwestern waren anfangs international ausgerichtet. Von 1996 bis 2006 waren die German Chapters Teil der Sisters in Crime, einer in den USA ansässigen Organisation, die sich für Frauenrechte in der Kriminalliteratur stark macht. Bis ins Jahr 2006 wuchsen die Mitgliederzahlen der German Chapters, woraus dann der heutige Verein Mörderische Schwestern entstand. Seitdem sind die Mörderischen Schwestern, noch immer nach amerikanischem Vorbild ausgerichtet, aktiv unterwegs in der Unterstützung und Förderung von Krimi-Autorinnen.

Aktuelle Projekte des Vereins Mörderische Schwestern


Unter dem Leitgedanken, der Förderung von Frauen verfasster deutschsprachiger Krimiliteratur, arbeitet der Verein Mörderische Schwestern an zahlreichen Projekten, zum Beispiel an:

  • dem Mentoring-Programm, wobei erfahrene Autorinnen als Mentoren agieren. Ein Jahr lang begleiten die Mentorinnen ihren „Schützling“ – eine ihnen zugewiesene Nachwuchs-Schriftstellerin, die ihr Projekt vom eigenen Krimi realisieren möchte.
  • dem Kampf um einen fairen Buchmarkt. Hier steht der Online-Riese Amazon im Fokus, bei dem die aktuell herrschende Geschäftspolitik offen angeprangert wird. Initiiert durch das Syndikat werden Autoren und Autorinnen gemeinsam laut gegen das Vorgehen, auch in der Literatur einen harten Preiskampf zu führen – und dabei sogar einzelne Titel und Autoren aus dem Onlineangebot „verschwinden“ zu lassen.
  • dem Bündnis für das Urheberrecht. Gemeinsam mit anderen Verbänden macht sich der Verein Mörderische Schwestern für eine faire Entlohnung für Berufskünstler stark. 
Der Verein Mörderische Schwestern verfolgt zielstrebig die Realisierung verschiedener Projekte. Die Liste ist lang und die Ideen scheinen kaum aus zu gehen. Wem der kleine Einblick in die Projektwelt nicht genügt, der kann sich hier detailliert über die aktuellen Projekte informieren.


(KZU) Hast Du selbst schon Erfahrung mit dem Verein Mörderische Schwestern gemacht oder kannst Du Dir vorstellen, Mitglied zu werden? Wir sind auf Deinen Kommentar gespannt. Gerne hier auf unserem Blog oder auf unseren Social Media Kanälen Facebook und Twitter.

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